Es hat wirklich teilweise groteske Züge, wie die Meldungen der Polizei Aachen in Pressemitteilungen die Realität verdrängen. Dann entstehen so Dinge wie im Screenshot, dass die Bildunterschrift der Aussage im Text einfach widerspricht und es scheinbar niemand in der Redaktion bedenklich findet.

Keine Ahnung, warum sich bspw. der WDR nicht mehr Mühe gibt. Ich habe mir das mal etwas genauer angeschaut. Hier der Artikel zu der Aktion gestern mit meinen Markierungen 1. – 4.): http://marker.to/GgGDQA

1. „Seit Mittwochmorgen (12.12.2012) wurden in dem Waldgebiet Barrikaden und Hindernisse entfernt.“ Es ist zu sehen, dass dieser Artikel nicht besonders sorgfältig geschrieben bzw. Korrekturgelesen wurde

(–> falsches Datum 12.12.2012), der WDR übernimmt die Aussage des Tweets der Polizei NRW Aachen (https://twitter.com/Polizei…/status/1072757995711422469), obwohl die Aktionen der Polizei im Wald auch gegen Bodenstrukturen gerichtet war, die kein Hindernis darstellen.

2. „Baumhäuser und das Wiesencamp der Umweltaktivisten wurden nicht geräumt.“ Das ist einfach nicht richtig. Es wurden Häuser und Zelte zerstört. Dazu hätte der WDR einfach aus den Livestreams recherchieren können.

3. „Gegenstände, die zur Begehung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten geeignet sind wie Zwillen, wurden bei dem Polizeieinsatz nicht gefunden.“ Es ist nicht ganz klar was dieser Satz soll bzw. was er aussagen soll. „Gegenstände, die zur Begehung von Straftaten geeignet sind“ ist eh völliger Klamauk, denn es kann mit jedem Gegenstand eine Straftat begangen werden. Der WDR kopiert das mal, obwohl Menschen, die dort schreiben, wohl wissen, welche Wirkung so ein Satz beim Leser hat. Gerade die Zwille gilt im Wald als Werkzeug und dass der WDR das nach 6 Jahren immer noch nicht weiß und immer noch die Lügen der RWE-Secus in dieser Weise übernimmt, ist wirklich traurig.

4. Und damit jeder weiß, wie gefährlich die Menschen im Wald sind, zitiert der WDR den letzten „Einsatz dieser Art“, weil’s so dramatischer klingt, obwohl’s das – zumindest seitens der Waldbewohner*innen – gar nicht war.

Keine Waldbewohner*in kommt zu Wort, und auch der durch die Polizei geschützte Vandalismus durch RWE-Mitarbeiter bzw. Mitarbeiter des Werkschutzs Mundt, das zerstören von Küchen, Lebensmitteln und etliches mehr, bleibt das Problem der Menschen im Wald. Davon wird die Öffentlichkeit hier nichts erfahren.